Fettlösliches Vitamin
Vitamin A
Vitamin A kommt in zwei Formen vor: als Retinol aus tierischen Lebensmitteln und als Provitamin Beta-Carotin aus Pflanzen, das der Körper bei Bedarf umwandelt.
Stand: 7. August 2026
Wofür der Körper Vitamin A braucht
- ist Bestandteil des Sehpigments und damit für das Sehen bei Dämmerung nötig
- hält Haut und Schleimhäute funktionsfähig
- wirkt an Wachstum und Immunfunktion mit
Wie viel ist sinnvoll?
Der Richtwert liegt bei 700 µg Retinol-Äquivalent pro Tag für Frauen und 850 µg für Männer. Eine Portion Karotten oder Kürbis deckt den Bedarf über Beta-Carotin bereits weitgehend – am besten mit etwas Fett, weil die Aufnahme sonst gering bleibt.
Gute Quellen
- Karotten, Süsskartoffeln, Kürbis (Beta-Carotin)
- dunkelgrünes Gemüse wie Spinat und Federkohl
- Eigelb, Butter, Vollmilchprodukte
- Leber – sehr reichhaltig, deshalb nur selten und in der Schwangerschaft gemieden
Anzeichen für eine Unterversorgung
In der Schweiz selten. Weltweit ist Vitamin-A-Mangel jedoch eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Erblindung im Kindesalter. Frühzeichen sind Nachtblindheit und trockene Augen; ein Risiko besteht bei schweren Fettverwertungsstörungen.
Wann eine Ergänzung sinnvoll ist
Ohne festgestellten Mangel nicht empfohlen. Beta-Carotin aus Lebensmitteln ist unproblematisch, weil der Körper die Umwandlung reguliert – anders als bei vorgeformtem Retinol aus Präparaten.
Worauf du achten solltest
Die tolerierbare Gesamtzufuhr für vorgeformtes Vitamin A liegt bei 3000 µg pro Tag. In der Schwangerschaft kann ein Überschuss das Kind schädigen: Leber und hochdosierte Vitamin-A-Präparate sind zu meiden, ebenso Retinoide zur Aknebehandlung. Hochdosierte Beta-Carotin-Präparate waren in Studien bei Rauchenden mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko verbunden.
Häufige Fragen
Färbt zu viel Karottensaft die Haut?
Ja, eine gelb-orange Verfärbung ist bei hoher Beta-Carotin-Zufuhr möglich und harmlos. Sie verschwindet, wenn die Zufuhr sinkt.
Ist Leber gesund?
Sie ist sehr nährstoffreich, liefert aber extrem viel Vitamin A und reichert Schadstoffe an. Gelegentlich ja, in der Schwangerschaft nein.
Hinweis: Diese Angaben sind allgemeine Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Kläre eine gezielte Supplementierung – besonders in Schwangerschaft, Stillzeit, bei Erkrankungen und bei Einnahme von Medikamenten – vorher ärztlich ab.
Referenzwerte nach den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr, Obergrenzen nach den Werten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Zuletzt geprüft am 7. August 2026.