Fettlösliches Vitamin
Vitamin K
Vitamin K ist vor allem für die Blutgerinnung bekannt, wirkt aber ebenso am Knochenstoffwechsel mit. Für einen Teil der Bevölkerung ist es zusätzlich medizinisch relevant.
Stand: 7. August 2026
Wofür der Körper Vitamin K braucht
- aktiviert Gerinnungsfaktoren in der Leber
- ist an der Einlagerung von Kalzium in den Knochen beteiligt
- wirkt an Proteinen mit, die Kalkablagerungen in Gefässen entgegenwirken
Wie viel ist sinnvoll?
Der Schätzwert liegt bei rund 60–80 µg pro Tag für Erwachsene. Vitamin K1 stammt überwiegend aus grünem Gemüse, K2 entsteht durch bakterielle Fermentation und wird teilweise auch im Darm gebildet.
Gute Quellen
- grünes Blattgemüse: Spinat, Federkohl, Nüsslisalat
- Broccoli, Rosenkohl, Kohl
- Pflanzenöle wie Raps- und Olivenöl
- fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut und Natto (K2)
Anzeichen für eine Unterversorgung
Ein Mangel ist bei Erwachsenen selten und betrifft vor allem Menschen mit Fettverwertungsstörungen, chronischen Darmerkrankungen oder nach längerer Antibiotikatherapie. Neugeborene erhalten in der Schweiz routinemässig Vitamin K, weil ihre Speicher noch nicht gefüllt sind.
Wann eine Ergänzung sinnvoll ist
Für die meisten Menschen unnötig. Kombipräparate aus Vitamin D und K2 werden häufig beworben; ein klarer Zusatznutzen für Gesunde ist nicht belegt. Bei Osteoporose gehört die Frage in die Behandlung, nicht in die Selbstmedikation.
Worauf du achten solltest
Wer Vitamin-K-Antagonisten wie Marcoumar oder Sintrom einnimmt, muss die Vitamin-K-Zufuhr konstant halten – nicht meiden, aber auch nicht plötzlich stark erhöhen. Vitamin-K-Präparate sind unter dieser Therapie ohne ärztliche Absprache tabu. Für neuere Gerinnungshemmer (DOAK) gilt diese Einschränkung nicht.
Häufige Fragen
Darf ich mit Blutverdünnern Spinat essen?
Ja. Entscheidend ist eine gleichmässige Zufuhr, nicht der Verzicht. Sprich Änderungen deiner Ernährungsgewohnheiten in der Sprechstunde an.
Brauche ich K2 zu Vitamin D?
Für die üblichen Vitamin-D-Dosierungen ist das nicht belegt. Wer sich abwechslungsreich ernährt, nimmt genug Vitamin K auf.
Hinweis: Diese Angaben sind allgemeine Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Kläre eine gezielte Supplementierung – besonders in Schwangerschaft, Stillzeit, bei Erkrankungen und bei Einnahme von Medikamenten – vorher ärztlich ab.
Referenzwerte nach den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr, Obergrenzen nach den Werten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Zuletzt geprüft am 7. August 2026.