Polarity
Die Polarity-Therapie gehört zum Kreis der energiemedizinischen Heilverfahren. Nach den Vorstellungen von Polarity-Therapeuten ist das freie Fliessen der Lebensenergie im menschlichen Körper die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Rahmen einer Polarity-Behandlung wird versucht, das energetische Gleichgewicht durch gezielte Körperarbeit, Bewegungsübungen, unterstützende Gespräche und Ernährungsempfehlungen wiederherzustellen und zu erhalten.
Philosophie / Entstehungsgeschichte Die Polarity-Therapie geht auf Dr. Randolph Stone (1890-1981) zurück, der als Naturarzt, Osteopath und Chiropraktiker in den USA arbeitete. Nach seiner westlich orientierten medizinischen Ausbildung unternahm er ausgedehnte Forschungsreisen, um verschiedene traditionelle Medizinsysteme wie zum Beispiel die chinesische, die indische und die altägyptische Heilkunde zu studieren. Aufgrund seiner Erfahrungen und Erkenntnisse entwickelte er eine eigene Form der Gesundheitslehre.
Polarity basiert auf der Theorie, dass der menschliche Körper eingebunden ist in ein komplexes System unterschiedlicher Energieströme, die zwischen verschiedenen Körperpolen hin- und herfliessen. Das ungehinderte Fliessen dieser Lebensenergien stellt die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden dar. Seelische Belastungen, Stress oder Ängste können Blockaden und Stauungen im Energiefluss hervorrufen. Bleibt eine solche Blockade über längere Zeit bestehen, können Unwohlsein, Schmerz oder Krankheit die Folge sein. Ziel der Polarity-Behandlung ist es deshalb, den Energiefluss im Körper wieder zu harmonisieren.
Polarity ist vor allem in den USA eine weit verbreitete Therapieform und auch in Europa steigt der Bekanntheitsgrad der Methode.
Technik von Polarity Der Polarity-Therapeut befragt den Patienten zu Beginn der Behandlung zunächst eingehend über seine Krankengeschichte und Lebensweise. Danach bestimmt der Therapeut den Energiefluss im Körper des Patienten, indem er mit den Händen über die verschiedenen Energiezentren fährt. Der Patient liegt währenddessen angekleidet auf einer Liege.
Für die Harmonisierung der Körperenergien stehen dem Therapeuten verschiedene Methoden zur Verfügung:
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Die Körperarbeit beinhaltet verschiedene Berührungs- und Manipulationstechniken. Dazu gehören sowohl sanfte Berührungen als auch aktivierende Schaukelbewegungen oder tiefergehende Griffe. Durch die Körperarbeit sollen gestaute Energien freigesetzt und ein neues energetisches Gleichgewicht ermöglicht werden.
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Vor, während oder nach der Körperarbeit findet ein therapeutisches Gespräch statt. Auf diese Weise hilft der Therapeut dem Patienten, die während der Behandlung auftretenden Gefühle, inneren Bilder oder Erinnerungen zu verarbeiten. Darüber hinaus soll der Patient in die Lage versetzt werden, lebensbehindernde Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern.
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Zusätzlich unterstützt wird der Heilungsprozess durch eine Ernährungsberatung. Nach Ansicht der Polarity-Therapeuten wird die Qualität und die Quantität der Lebensenergie auch durch die Ernährung beeinflusst. Deshalb berät der Therapeut den Patienten über eine gesundheitsfördernde Ernährungsweise oder empfiehlt eine auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Entschlackungskur.
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Spezielle Bewegungsübungen, auch als Polarity-Yoga bezeichnet, sollen dazu beitragen, den Energiefluss im Körper anzuregen und die Vitalität zu steigern. Der Therapeut zeigt dem Patienten geeignete Übungen und Bewegungsabläufe, die dieser dann auch zu Hause durchführen kann.
Eine Polarity-Behandlung dauert meist etwa 60 bis 70 Minuten. |
Wie kann Polarity eingesetzt werden
Polarity eignet sich vor allem als vorbeugende Massnahme zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit. Darüber hinaus kann das Verfahren den Heilungsprozess bei verschiedenen Erkrankungen positiv beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise stressbedingte Beschwerden, Depressionen, Ängste, Schmerzen unterschiedlicher Art oder Folgen von Unfällen oder Verletzungen.
Nebenwirkungen / Vorsichtsmassnahmen
Nebenwirkungen sind bei einer Polarity-Behandlung in der Regel nicht zu befürchten. Das Verfahren sollte nicht angewendet werden bei akuten Entzündungen oder bei frisch operierten Patienten.>