Müde am Steuer - 15 Minuten Turboschlaf hilft
Sind Sie schon einmal am Steuer fast eingeschlafen? Brennen Ihnen beim Autofahren manchmal die Augen oder gähnen Sie dauernd? Halten Sie an und machen Sie einen Turboschlaf von 15 Minuten. Denn turboschlafen ist die einzig wirksame Massnahme gegen Müdigkeit am Steuer!
Die neue Kampagne „Turboschlaf“, welche von der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung und ihren Partnern Touring Club Schweiz (TCS) und Verkehrssicherheitsrat (VSR) umgesetzt wird. Finanziert wird die Kampagne vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS).
Müdigkeit ist bei rund 10 bis 20 Prozent aller Verkehrsunfälle im Spiel. Nicht nur das Einschlafen am Steuer ist gefährlich. Wer schläfrig fährt, schätzt Geschwindigkeiten falsch ein, ist unkonzentriert und reagiert ähnlich langsam wie nach dem Konsum von Alkohol.
Hier lauert die Gefahr
Müdigkeitsunfälle können jede Fahrerin und jeden Fahrer treffen. Bis zum Alter von 40 Jahren verursachen Lenkende vor allem am Wochenende in der Nacht Unfälle. Personen über 40 verunfallen dagegen eher in den Nachmittagsstunden. Schläfrigkeit am Steuer hat insbesondere folgende Ursachen:
- zu wenig Schlaf
- Schlafdefizit über Tage und Wochen
- Fahren in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden, wenn man normalerweise schläft
- lange Wachzeiten (z.B. nach dem Ausgang)
- zu lange Fahrt ohne Erholungspausen
- wechselnder Schlafrhythmus (z.B. bei Schichtarbeitenden)
- Erkrankungen, die den Schlaf beeinträchtigen und Tagesschläfrigkeit zur Folge haben: Atemstillstände im Schlaf (Apnoe) oder Depression
Das sind die Folgen
Wer schläfrig fährt, schätzt Geschwindigkeiten falsch ein, ist unkonzentriert und reagiert ähnlich langsam wie nach dem Konsum von Alkohol. Im Extremfall nickt die Lenkerin oder der Lenker ein. Der sogenannte Sekundenschlaf ist eine spontane Reaktion des Körpers auf Übermüdung, gegen die man sich nicht wehren kann.
Die Folgen können fatal sein. Lenkende kommen von der Strasse ab und prallen ungebremst in Hindernisse, geraten ins Schleudern oder das Fahrzeug überschlägt sich.
Beachten Sie die Alarmzeichen
Sekundenschlaf ereignet sich wegen der Monotonie häufig auf Autobahnen, kommt aber auch auf Ausserortsstrassen und innerorts vor.
Ob und wann ein Sekundenschlaf eintritt, kann niemand vorhersagen. Es gibt aber Alarmzeichen. Wenn Sie diese kennen, ernst nehmen und entsprechend handeln, können Sie den Sekundenschlaf verhindern.
- Brennende Augen
- Schwere Augenlider
- Dauerndes Gähnen
- Verschwommene Sicht
- Trockener Mund
- Scheinbar grundloses Aufschrecken
- Frösteln
- Fahrfehler
Schlafen Sie sich wach!
Das einzig wirksame Mittel generell gegen Müdigkeit ist genügend Schlaf. Bei Anzeichen von Schläfrigkeit am Steuer sollten Sie anhalten und mit einem kurzen Schlaf von idealerweise 15 Minuten neue Energie tanken.
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