Studie: Frauen sind robuster
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Stress im Job stzt Männern mehr zu
Der Blutdruck steigt laut einer schwedischen Studie vor allem unter zwei Bedingungen: hohe Belastung und geringe Entscheidungsfreiheit.
Männer und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 55 Jahren nahmen an der über sechseinhalb Jahre laufenden Untersuchung teil. Erfasst wurden die Art der Berufstätigkeit, die Anforderungen am Arbeitsplatz und die Schulbildung. Ausserdem wurden mehrmals Parameter für eine mögliche Diabetesentwicklung und kardiovaskuläre Risikofaktoren einschliesslich des Blutdrucks geprüft.
Männer höherer Blutdruckwert als Frauen
Das Ergebnis: Zu Beginn der Studie hatten Männer mit einem anspruchslosen Job höhere Blutdruckwerte, und zwar sowohl bei grosser wie geringer Entscheidungsbefugnis. Im Lauf der Beobachtungszeit veränderte sich bei ihnen der Blutdruck nur unwesentlich. Bei Männern in einem stressigen Job jedoch stieg der systolische Wert durchschnittlich um etwa 5 mmHg; und zwar unabhängig von der Entscheidungsbefugnis.
Ganz anders die Frauen. Bei ihnen stiegen die Werte am stärksten in der Gruppe mit grosser Entscheidungsbefugnis und wenig Stress. Hingegen zeigten die Gestressten allenfalls einen geringen Anstieg über die Beobachtungszeit.
Profitieren die Frauen vom Östrogenschutz?
Über die Ursachen darf spekuliert werden. Zum einen profitieren Frauen in diesem Alter möglicherweise noch vom prämenopausalen Östrogenschutz. Zum anderen arbeiteten die Frauen durchschnittlich um drei Wochenstunden weniger. Ausserdem war ihr sozioökonomischer Status etwas höher als derjenige der Männer.
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