Oft schwindet der Blutdruck mit den Pfunden
Etwa jeder zweite übergewichtige Hypertoniker verdankt seinen Bluthochdruck ausschliesslich den überschüssigen Pfunden. Das berichteten italienische Forscher beim Herbstmeeting der American Heart Association AHA).
In der Untersuchung von Roberto Fogari et al. von der Universität Pavia gelang es etwa jedem zweiten übergewichtigen Hypertoniker, mit Hilfe sechsmonatiger kalorienreduzierter Ernährung das Körpergewicht zu normalisieren und gleichzeitig den Blutdruck um etwa 5 Prozent zu senken.
An der Studie nahmen 210 Erwachsene mit Hypertonie teil, deren BMI (Bodymass-Index) zwischen 25 und 29,9 kg/m² lag und deren Blutdruck zwischen 140 und 150 mmHg systolisch beziehungsweise 90 und 99 mmHg (diastolisch) lag.
Weniger Körpergewicht, tieferer Blutdruck
Die Probanden ernährten sich sechs Monate lang kalorienreduziert, rund die Hälfte wurde unterstützend mit Orlistat behandelt. 49 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer verloren mehr als 5 Prozent ihres Gewichts und normalisierten auf diesem Weg ihr Körpergewicht.
Damit einher ging eine Reduktion des systolischen und diastolischen Blutdrucks um jeweils rund 5 Prozent.
Fazit: Fogari rät, im Falle übergewichtiger Hypertoniker die Indikation zu medikamentöser Blutdrucksenkung erst nach sechsmonatiger Ernährungstherapie zu prüfen.