Kinder beim Baden immer im Auge behalten
Pünktlich zum Start der Badesaison lanciert die bfu gemeinsam mit der Stadt Bern, swimsports.ch, der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, dem Schweizerischen Badmeister-Verband SBV und weiteren Partnern eine dreijährige Wasser-Sicherheitskampagne.
Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache; nur der Strassenverkehr fordert noch mehr Leben. Das Ziel der Kampagne ist ehrgeizig, aber realistisch: In der Schweiz soll künftig kein einziges Kind mehr ertrinken. Die Kampagne richtet sich in erster Linie an Eltern und Betreuungspersonen. Denn obwohl diese in der Regel überzeugt sind, ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen, unterschätzen sie doch häufig die Gefahren, welche auf die Kinder lauern.
Kinder immer im Auge behalten
Bei fast allen Kinderertrinkungsunfällen ist mangelhafte oder fehlende Aufsicht der verantwortlichen Personen die Hauptunfallursache. Deshalb lautet die Botschaft der Water-Safety-Kampagne: „Kinder immer im Auge behalten. Kleine in Reichweite.“
In der Schweiz ertrinken jährlich fünf Kinder im Alter von null bis neun Jahren; davon zwei in freien Gewässern, eins bis zwei in öffentlichen Bädern, eines in einem Weiher, Teich, Biotop oder Industriebecken und alle zwei Jahre ertrinkt ein Kind in einem privaten Schwimmbad. 70 % der Ertrinkungsfälle sind Knaben, 30 % sind Mächen.
Die meisten Kinder ertrinken beim Baden und Schwimmen sowie beim Spielen am Wasser. Ein Kind kann in weniger als 20 Sekunden ertrinken – fast immer lautlos.
Quelle: Water Safety