Walking-Anfänger sollten sich beraten lassen
Nordic Walking ist leicht erlernbar. Damit man beim flotten Gehen mit dem Stock aber den maximalen Effekt erzielt, sind einige Details zu beachten.
Sind Sie Nordic-Walking-Anfänger? Dann sollten Sie sich in Trainingsgruppen fachkundig anleiten lassen, damit sich Fehler in der Lauftechnik gar nicht erst einschleichen. Gerade Sportnovizen überschätzen oft die eigene Belastbarkeit. Wichtig ist geeignetes Schuhwerk: Besonders zu achten ist auf eine gute Dämpfung im Rückfussbereich, ähnlich wie bei Jogging-Schuhen.
Alle Muskelgruppen aktiviert
Die nachgesagten präventiven Effekte auf Gewicht, Blutdruck und Glukosestoffwechsel beruhen auf den Anpassungseffekten des Organismus durch die vermehrte Sauerstoffaufnahme und den erhöhten Kalorienverbrauch. Beim Nordic Walking werden nahezu alle Muskelgruppen des Körpers aktiviert. Die wirbelsäulennahe Muskulatur sowie die Rumpf- und Armmuskeln werden ähnlich intensiv beansprucht wie beim Ski-Langlauf. Die Bewegungskoordination bessert sich, wodurch das Risiko für Stürze minimiert werden kann.
Stockeinsatz entlastet Gelenke nicht
Ein weit verbreiteter Irrglaube wurde nun in einer Studie widerlegt: Der Stockeinsatz beim Nordic Walking führt nicht zu einer relevanten Entlastung der Gelenke. Ähnlich wie beim Walking werden durch die dynamische Gangart beim Aufsetzen und Abdrücken des Fusses Belastungsspitzen von 140 bis 170 Prozent des eigenen Körpergewichts erreicht. Unabhängig vom Untergrund führt dies zu einer starken Abbremsung im Zusammenhang mit einer exzentrischen Belastung der Unterschenkelmuskulatur. Beschwerden im Bereich der Schienbeine (Shin Splint Syndrome) können die Folge sein.
Wie viel Walking ist für eine optimale Wirkung des Trainings sinnvoll? Bereits ab einem Verbrauch von 1‘000 kcal pro Woche durch Nordic Walking stellt sich ein hoher präventiver Effekt ein. Um dies zu erreichen, muss ein Nordic Walker pro Woche je nach Intensität 120 bis 190 Minuten trainieren.