Wann ist eine Impfung sinnvoll?

Im späten Frühjahr bietet sich die erste Gelegenheit für ein Picknick am Waldrand. Auf der Suche nach Brennholz oder einem passenden Servelatstecken wird man jedoch oft von ungebetenen Gästen bevölkert. Es sind Zecken, die man jedoch nur bei genauerem Hinsehen am Körper zu entdecken vermag, denn sie stechen gerne an Stellen wie Kniekehlen, Schamgegend, Bauchnabel und Nacken.

Vorsicht an Waldrändern und bei Hecken

Zecken bevorzugen mittelgradig feuchte Biotope, die nicht austrocknen dürfen. Hohe Gräser – maximal bis 1,5 Meter - sowie Büsche und Sträucher, an denen die Zecken hochklettern können, sind weitere notwendige Lebensbedingungen. Somit finden sie sich nicht auf Bäumen, sondern besonders an Waldrändern, am Rand von Waldlichtungen und Waldwegen sowie in Hecken.

Die Zecken, im Volksmund auch Holzböcke genannt, können das Zeckenenzephalitis-Virus und Borrelia burgdorferi - eine Bakterienart - übertragen. Die Borrelien können nach einer Infektion – typisch ist eine zunehmende Hautrötung um die Stichstelle – in späteren Stadien unter anderem Gelenksentzündungen verursachen.

Schützen oder impfen

Besonders exponierte Personen können sich gegen das Virus impfen und mit Kleidern schützen. Diese so genannte FSME-Impfung wird allen Erwachsenen und Kindern (im Allgemeinen ab 6 Jahren), die in einem von infizierten Zecken befallenem Gebiet wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten, empfohlen.

Die Website www.zecken.ch nennt die Risikogebiete. Die Erstimpfung erfordert total 3 Verabreichungen zu den Zeitpunkten 0, 1-3 Monate und dann nochmals nach 9-12 Monaten. Eine Auffrischung ist alle 10 Jahre erforderlich. Gegen die Borrelien hilft nur schützende Kleidung (lange Hosen, Strümpfe) und allenfalls zusätzlich ein guter Insektenspray.

 

Publikation mit freundlicher Genehmigung des Schweizer Zentrums für Telemedizin MEDGATE


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