Im Sommer immer wieder zur Wasserflasche greifen
Viel trinken ist immer wichtig – besonders in der warmen Jahreszeit. Gerade bei älteren Menschen signalisiert der Körper den Flüssigkeitsmangel oft nicht.
Mundtrockenheit, trockene Schleimhäute oder schlaffe Haut sind Anzeichen einer unzureichenden Flüssigkeitszufuhr. Weitere Symptome wie Verstopfung, die veränderte Wirkung eines Medikaments, Verwirrtheit, Schwäche und Schwindel oder erhöhte Anfälligkeit für Infektionen werden nur selten mit Flüssigkeitsmangel in Verbindung gebracht, können aber Folgen von Austrocknung sein.
Gerade bei älteren Menschen werden fälschlicherweise oft andere Ursachen wie Herzerkrankungen oder Demenz vermutet. Lebensbedrohend wird es bei Bewusstlosigkeit, Kreislauf- oder Nierenversagen. Oftmals ist eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich. Doch soweit muss es nicht kommen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden älteren Menschen eine regelmässige tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2,25 Litern. Davon sollten 1,5 Liter über Getränke, die restliche Menge über das Essen (Gemüse, Salate, Obst, Milchprodukte usw.) aufgenommen werden.
Mangelnde Gewohnheit, Angst vor nächtlichen Toilettengängen, Inkontinenz oder Prostataleiden (bei Männern) können wichtige Trinkhemmnisse sein. Erschwerend kommt im Alter hinzu, dass häufig das Durstgefühl abnimmt. Verliert die Niere mit zunehmendem Alter ihre Fähigkeit, den Harn zu konzentrieren, wird mehr Wasser ausgeschieden und die Gefahr des Austrocknens (Dehydration) steigt zusätzlich.
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Publikation mit freundlicher Genehmigung des Schweizer Zentrums für Telemedizin MEDGATE